30.03.2023

Interview mit Maik Abyaneh

Schiedsrichter des Monats März

Unser Schiedsrichter des Monats März ist Maik Abyaneh.

Maik ist breits seit 23 Jahren Schiedsrichter und freut sich immer noch auf jedes Spiel, das er leitet. Sein treuer Begleiter bei fast jedem Spiel: einer seiner Oldtimer.

 

Name: Maik Abyaneh

Alter: 61

Schiedsrichter seit: 2000

Spielklasse: Kreisliga A

Verein: Spvgg. 03 Fechenheim

Wie bist Du zum Schiedsrichtern gekommen?

Ich habe selbst eine Zeit lang Fußball gespielt. Im Rahmen einer Trainingseinheit unter meinem damaligen Trainer Andy Schubert zog ich mir leider eine Verletzung zu, sodass ich nicht mehr spielen konnte. Mein Verein unterbreitete mir daraufhin den Vorschlag mich als Schiedsrichter zu melden. Mir gefiel der Gedanke, da ich so weiterhin am Fußballsport und am Vereinsleben teilhaben konnte.

 

Was begeistert Dich am Schiedsrichtersport?

Als Schiedsrichter hast du auf dem Platz mehrere Aufgaben gleichzeitig. Du musst beispielsweise schnell eine Entscheidung fällen, zu einer gerechten Lösung kommen, Konflikte im Vorfeld verhindern und natürlich schlichten, wenn die Meinungen auseinandergehen. Ich erinnere mich an das, was unser Lehrer in Grünberg, Lutz Wagner, einmal gesagt hat: Ein Schiedsrichter auf dem Platz sei gleichzeitig Staatsanwaltschaft, Richter und Polizei. Und so unterschiedlich und vielfältig seien auch die Aufgaben auf dem Platz. Das macht das Ganze sehr abwechslungsreich und begeistert mich jeden Sonntag, wenn ich ein Spiel pfeife, aufs Neue.

 

Was kann man Deiner Meinung nach von der Schiedsrichtertätigkeit für sein privates und berufliches Leben lernen?

Mir hat es dabei geholfen, in Stresssituationen viel besser Ruhe zu bewahren. Man gewinnt an Selbstvertrauen und wird disziplinierter. Außerdem lernt man auch unter Zeitdruck zu funktionieren. Kommunikation und Empathie sind weitere Aspekte, die man sich von einem Schiedsrichter/einer Schiedsrichterin abschauen kann.

 

Neben deinen eigenen Spielleitungen gibt es ja auch noch die Aufgae als Schiedsrichterassistent an der Seitenline. Was ist für dich der größte Unterschied zwischen den beiden Aufgaben?

Meiner Meinung nach ist die Aufgabe eines Schiedsrichters in der Mitte schwerer als die eines Linienrichters. Dafür macht es aber auch viel mehr Spaß. Man befindet sich mitten im Geschehen. Nichtsdestotrotz ist die Aufgabe eines Linienrichters genauso wichtig. Gerade bei den schweren Spielen, z.B. Derbyspielen, kann ein guter Linienrichter für den Schiedsrichter in der Mitte eine große Unterstützung sein.

 

Welche Ambitionen hast du in der Schiedsrichterei?

Das ist wie mit jedem Hobby: Man muss Spaß und Freude daran haben. Natürlich gehört auch eine Portion Motivation dazu, insbesondere für etwa jüngere Schiedsrichter*innen, die aufsteigen wollen. Für mich persönlich reicht es, wenn ich Spaß habe und mit mir selbst und meiner Leistung auf dem Platz zufrieden bin. Ein Spiel gut zu Ende gebracht zu haben, gibt mir Kraft und Freude für die gesamte Woche.

 

Dein Begleiter zu deinen Spielen ist oftmals ein Oldtimer. Was steckt dahinter? Wurdest du auf dem Sportplatz schon darauf angesprochen? Was sagen die Leute?

Ja, das ist wahr. Ich fahre oft mit einem meiner Oldtimer zum Sportplatz, um ein Spiel zu leiten. Da kommen schonmal interessante Gespräche zustande. Bei manchen weckt es Erinnerungen an alte Zeiten. So auch bei mir. Mein Vater hat mich früher mit so einem Fahrzeug zur Schule gebracht. Es war mir daher eine Herzensangelegenheit, dieses Auto, das ich in Norwegen gefunden habe, wieder auf Vordermann zu bringen. Es ist schön zu sehen, wie auch Autos Menschen einander näherbringen können. Die Leute freuen sich und das bereitet auch mir gute Laune.

 

Hast Du Tipps für Neueinsteiger oder Interessierte?

Nach nunmehr 23 Jahren Erfahrung kann ich sagen, dass meiner Meinung nach die Ruhe im Spiel zu bewahren und Geduld zu haben, sehr wichtig sind. Es heißt nicht umsonst: „In der Ruhe liegt die Kraft!“ So vermeidet man, die Situation falsch einzuschätzen und dementsprechend falsch zu handeln. Natürlich lassen sich Fehler nicht immer vermeiden. Dann ist es wichtig, sich das zu notieren und daraus für das nächste Spiel zu lernen. So kann man sich aufbauen und verbessern. Wichtig ist, keine entscheidenden Fehler zu machen.

 

Deine Meinung

Was ist für dich der wichtigste Grund, Schiedsrichter zu sein



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