Was macht der Freundeskreis konkret?

Zu den Projekten gehört insbesondere, der hohen Fluktuation im Schiedsrichterwesen (derzeit beenden ca. 30% der Schiedsrichter ihre Tätigkeit nach nicht mal einem Jahr) und den hiermit verbundenen negativen Folgen, sowohl für die Schiedsrichtervereinigung (erhöhter Nachwuchs– und Ausbildungsbedarf) als auch für die Vereine (viele Schiedsrichter mit wenig Erfahrung), entgegenzuwirken und dabei zugleich die Qualität der Schiedsrichter durch kreisinterne Schulungen und Fortbildungen weiter zu verbessern.

Bei diesen kreisinternen Schulungen der Frankfurter Schiedsrichter ist insbesondere das vollständig durch den Freundeskreis finanzierte Beobachtungs– und Coachingsystem der Schiedsrichtervereinigung Frankfurt zu nennen. Dieses Verfahren ist bei allen Beteiligten auf positive Resonanz gestoßen und wird mittlerweile in fast allen Fußballkreisen umgesetzt. Grundgedanke hierbei war, dass insbesondere die jungen Schiedsrichter nach dem Besuch des Neulingslehrgangs bei ihren ersten Spielleitungen nicht alleine gelassen werden sollen. Viele Schiedsrichter hören deshalb wieder mit Pfeifen auf, weil Ihnen im Lehrgang naturgemäß nur die Theorie vermittelt werden kann und vieles, was sich dort ganz einfach angehört hat, auf dem Platz auf einmal ganz anders (und viel schwieriger) ist. Diese Erfahrung ist für junge Schiedsrichter oftmals frustrierend und lässt diese häufig schnell resignieren. Durch das Betreuungssystem (Coaching) soll nunmehr versucht werden, jungen Schiedsrichtern bei ihren ersten Spielleitungen einen erfahrenen Schiedsrichter zur Seite zu stellen, der den jungen Schiedsrichter begleitet und ihn vor Ort auf dem Sportplatz „betreut“. Neben dem Coaching versucht der Freundeskreis aber auch durch gezielte Beobachtungen talentierte Schiedsrichter in die Leistungsklassen heranzuführen und entsprechend zu fördern.

Daneben unterstützt der Freundskreis durch die Mitorganisation und die finanzielle Unterstützung von gesellschaftlichen Veranstaltungen, wie etwa dem Sommerfest, die Schiedsrichtervereinigung auch „neben dem Platz“ und versucht hierdurch den Zusammenhalt der Schiedsrichtervereinigung zu stärken. Zusammen mit der Schiedsrichtervereinigung sieht der Freundeskreis eine vorrangige Aufgabe zudem darin, die Kommunikation zwischen Schiedsrichtern und Vereinen zu verbessern, um auftretende Probleme frühzeitig zu erkennen und zu lösen. Nach unserer Überzeugung ist es in diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutung, dass alle Beteiligten im Interesse des Fußballsports konstruktiv zusammenarbeiten, um den in letzter Zeit auftretenden negativen Entwicklungen auf den Sportplätzen gemeinsam entgegenzuwirken.

Zusammen mit der Schiedsrichtervereinigung veranstaltet der Freundeskreis deshalb seit dem Jahr 2004 jährlich ein Jugend-Hallenturnier, welches von den Vereinen sehr gut angenommen wird. Neben dem sportlichen Wert dieser Veranstaltung bietet das Turnier auch die Möglichkeit zum zwanglosen Erfahrungsaustausch zwischen Schiedsrichtern, Spielern, Trainern und Vereinsvertretern. In dem Bereich der Kommunikation können sicherlich aber alle Beteiligten noch mehr machen und deshalb setzt hier auch ein Teil der Tätigkeiten des Freundeskreises an.

Einen weiteren Schwerpunkt der finanziellen Förderung stellt die Schiedsrichter-Fußballmannschaft dar: Bei den Turnieren geht es dabei nicht nur darum, sich sportlich mit Schiedsrichterkollegen aus anderen Kreisen zu messen, die Turniere bieten auch eine gute Gelegenheit sich über Erfahrungen bei den Spielleitungen auszutauschen. Da gerade im Seniorenbereich viele Spiele in den Austausch gehen und von kreisexternen Schiedsrichtern geleitet werden, ist es für die Verantwortlichen teilweise nicht einfach, auf dem Laufenden zu bleiben, was die Frankfurter Vereine betrifft. Auch im Rahmen dieser Turniere kann so das eine oder andere Problem informell besprochen und gelöst werden.

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