26.10.2022

Interview mit Mirko Vukovic

Schiedsrichter des Monats Oktober

Unser Schiedsrichter des Monats Oktober ist Mirko Vukovic.

Mirko darf sich trotz seiner jungen Jahre als Mitglied des Talentkaders bereits in den Seniorenspielklassen beweisen.

Am vergangenen Wochenende durfte er nun zum ersten Mal das Kreispokalfinale der A-Junioren leiten.

 

Name: Mirko Vukovic

Alter: 17

Schiedsrichter seit: November 2018

Spielklasse: KOL (VL als SRA)

Verein: SV 1919 Zeilsheim

Wie bist Du zum Schiedsrichtern gekommen?

Mein damaliger Trainer in der C-Jugend von Concordia Eschersheim hatte mich gefragt, ob ich mir nicht vorstellen könne, Schiedsrichter zu werden. Ich habe ,,ja‘‘ gesagt, mich bei einem Lehrgang angemeldet und diesen auch bestanden. Den Regeltest allerdings leider erst beim zweiten Anlauf. Daraufhin habe ich mir das nötige Equipment bestellt und am 10. November 2018 mein erstes Spiel gepfiffen.

 

Was begeistert Dich am Schiedsrichtersport?

Mich begeistern die Herausforderung und das Ungewisse. Ungewiss deshalb, weil man nie weiß, was passiert und kein Spiel wie das andere ist. Gleichzeitig besteht die persönliche Herausforderung, körperlich und mental so auf der Höhe zu sein, dass man ein Spiel gewissenhaft und gut leiten kann und damit zusammen mit allen anderen Beteiligten einen geregelten Spielbetrieb ermöglicht.

 

Was kann man Deiner Meinung nach von der Schiedsrichtertätigkeit für sein privates und berufliches Leben lernen?

Bei mir persönlich ist es ganz klar die Ruhe und auch die Gelassenheit in stressigen Situationen. Das ist auf viele Lebensbereiche übertragbar. Ruhig und gelassen zu bleiben ist schon die halbe Miete, um Situationen oder Probleme gut und sicher lösen zu können. Persönlich schaffe ich es so, immer rational zu bleiben und objektiv die beste Lösung zu finden. Sowohl auf als auch neben dem Platz.

 

Am vergangenen Wochenende durftest du das Kreispokalfinale der A-Junioren leiten. Wie hast du das Spiel erlebt? War es für dich das Highlight deiner bisherigen Laufbahn?

Erstmal: Das Spiel war neben einem Spiel mit der südwestfranzösischen U-16 Regionalauswahl sicherlich das absolute Highlight meiner bisherigen Karriere. Ich habe mich auch riesig über die Nominierung und den Einsatz am vergangenen Wochenende gefreut. Das Spiel habe ich als ein sehr umkämpftes und knappes Finale wahrgenommen, bei dem beide Mannschaften jederzeit die Chance hatten, das Spiel zu gewinnen. Emotionen waren natürlich vorhanden, das gehört auch dazu, trotzdem konnten wir die Spieler ihr Spiel spielen lassen. An dieser Stelle auch nochmal ein Dankeschön an meine beiden Assistenten Anish und Timo.

 

Als Mitglied des Talentkaders bekommst du trotz deines jungen Alters bereits die Chance, dich in den Seniorenspielklassen zu beweisen. Welche Ambitionen hast du?

Es ist schwierig, die eigene Ambition an einer bestimmten Spielklasse festzumachen, da jederzeit etwas unvorhersehbares passieren kann. Trotzdem bin ich motiviert, möchte mich stetig weiterentwickeln und selbstverständlich auch in den Spielklassen weiter aufsteigen und gucken, wohin der Weg mich führt.

 

Hast Du Tipps für Neueinsteiger oder Interessierte?

Ich würde empfehlen, sich zuerst auf sich selbst zu fokussieren, Erfahrungen zu sammeln und viele Spiele zu pfeifen. Was mir auch immer geholfen hat, ist, sich – beispielsweise – Bundesliga Spiele anzugucken und dort besonders auf den Schiri zu achten. Ansonsten traut euch auch einfach mal etwas auszuprobieren. So könnt ihr euren ganz eigenen Pfeifstil entwickeln, mit dem ihr euch auch selbst gut identifizieren könnt.

 

Deine Meinung

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